Social thinkin’

… oder: Wer ist eigentlich dieser “Mister Wong”?

Beim Lesen eines Artikels dürften euch folgende Symbole aufgefallen sein:

Hier will ich kurz erklären, was sich dahinter verbirgt:

Die Seifenblase Web2.0 hat viele Hype-Begriffe produziert. Einer davon ist “Social Bookmarking“. Die Funktionsweise solcher Systeme lässt sich schnell zusammenfassen: Alle Benutzer eines Social-Bookmarking-Systems können Lesezeichen auf Seiten, die sie sich merken wollen bei diesem Anbieter speichern und später über eine Weboberfläche wieder darauf zugreifen.

Das Anlegen von Bookmarks ist keine neue Idee - alle bekannteren Browser bieten diese Funktion schon lange. Aus gutem Grund: wer die Informationsflut des WWW beherrschen will muss effektiv die Spreu vom Weizen trennen und Seiten, die einen zweiten Blick Wert sind, kategorisiert abspeichern um später wieder darauf zugreifen zu können.

Das Neue: Auf Seiten wie mister-wong.de passiert das alles in Austausch mit einer Vielzahl anderer Benutzer:

Beim Social Bookmarking werden Links als gut bewertet, die von vielen Usern als Favoriten gespeichert werden. Und das macht das Ganze so sympathisch: niemand gibt vor was gut ist, sondern die Gemeinschaft entscheidet. Menschen bewerten Informationen und Inhalte intelligenter als Maschinen. Social Bookmarking wird damit zur Alternative zu klassischen Suchmaschinen. Die Web-Community entscheidet, welche Seiten hoch bewertet werden. (Quelle)

Um Bookmarks zu kategorisieren und jedem Benutzer die Möglichkeit zu geben, schnell zu einem Themengebiet die wichtigsten Informationen zu finden, lassen sich jedem Bookmark so genannte “Tags” zuweisen.

Nutzer können bei allen Anbietern eigene Lesezeichen hinzufügen, löschen, kommentieren bzw. mit Kategorien oder Schlagwörtern (tags) versehen. Ebenso haben sie Einblick in die Lesezeichen anderer Nutzer. Social Bookmarks lassen sich nach Tags, Tag-Kombinationen oder Benutzern auflisten. Zudem gibt es in vielen Fällen eine Auflistung der von allen Nutzern zuletzt gespeicherten Lesezeichen auf der Startseite sowie eine Liste der beliebtesten Links. Jede dieser Linklisten lässt sich mit Hilfe eines RSS-Feeds verfolgen. Mit Hilfe bestimmter Algorithmen bieten einige Anbieter von Social Bookmarks eine Auflistung thematisch verwandter Links bzw. verwandter Tags an. (Quelle)

Social thinkin

Und was ist das Besondere an Yigg?

Auch yigg.de ist eine Form des Social Bookmarking, hat jedoch einen komplett anderen Fokus als Mister Wong. Hier geht es nicht um die thematische Sammlung und von Links, sondern mehr um News und aktuelle Meldungen. Auch diese erfahren eine Bewertung durch die Community; Besonders hoch bewertete Nachrichten erscheinen auf der Startseite - in der Theorie sollte also schon ein Blick auf yigg.de einen guten Überblick über die aktuell wichtigen Nachrichten liefern.

Yigg selbst schreibt:

YiGG ist eine Plattform um Nachrichten zu verbreiten und zu bewerten. Dabei kombiniert YiGG soziales Bookmarking, Blogs, RSS-Feeds, Nachrichteneinträge,Tags,Videos und mehr. Da die Benutzer entscheiden was interresant ist handelt es sich um eine nicht-hierarchische Nachrichtenverteilung. (Quelle)

Ob es sich lohnt, mit Social Bookmarking zu arbeiten, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man viel mit Informationen aus dem Web arbeitet, sollte man sich diese Alternative aber zumindest einmal angeschaut haben, wie dieser zunächst skeptische Blogger berichtet:

In den letzten Tagen habe ich z.B. öfter mal nach Tutorials und ähnlichem zu Ruby (eine Programmiersprache) bzw. Ruby on Rails (ein Framework für Ruby) gesucht. Die Suche war mit Hilfe der Tags von Mister Wong wesentlich effektiver als die Suche über Google.