Kryptologie - was ist das? Tutorials von “leicht” bis “mittel”.

12. März 2007 Daniel Mescheder

Sicherheit, Authentizität - Werte wie diese werden heute als selbstverständlich vorrausgesetzt, wenn wir Homebanking betreiben, Waren bei eBay bestellen oder geschäftliche Mails empfangen. Kaum jemand beschäftigt sich damit, was eigentlich hinter diesen Begriffen steckt, wo die technischen Probleme liegen und wie heute ein relativ sicherer Umgang mit vertraulichen Daten gewährleistet werden kann.

Die ehemalige Cojacts.net Kryptologie Seite diente als Veröffentlichungsplattform einiger Tutorials mit denen ich an das Thema heran führen wollte.
Diese Seite war recht experimentell und inzwischen fehlen mir (wie es so oft der Fall ist) Zeit und Muße sie weiter zu pflegen. Das bedeutet aber nicht, dass die mit viel Mühe erstellten Tutorials darunter leiden sollen!

Hier daher die ersten vier dieser Reihe:

Titel Download
Einführung in die Kryptologie pdf / odt
Makers and Breakers pdf / odt
Polyalphabetische Chiffrierung pdf / odt
Asymmetrische Verschlüsselung: RSA pdf / odt

Kommende Tutorials zu dem Thema werden ebenfalls hier im Blog veröffentlicht werden. Wie immer bitte ich um Feedback und Verbesserungsvorschläge. ;)

Lizenz der Tutorials:

Copyright (c) 2007 Daniel Mescheder. Es wird die Erlaubnis gegeben diese Dokumente zu kopieren, verteilen und/oder zu verändern unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.1 oder einer späteren, von der Free Software Foundation veröffentlichten Version; Eine Kopie dieser Lizenz ist hier zu finden, eine deutsche Übersetzung findet sich hier .

Kategorie Technik | 0 Kommentare »

Freiheit für Anfänger

8. März 2007 Daniel Mescheder

“Die Fahrscheine bitte!”

Die Nachricht trifft auf meine Ohrmuschel, wird durch den Gehörgang zum Trommelfell transportiert, dort in ein Signal umgewandelt und zum Gehirn geschickt. Dort findet die neuronale Mustererkennung statt, sodass innerhalb kürzester Zeit die Aufforderung “Aufwachen Daniel! Du wirst kontrolliert!” in mein Bewusstsein vordringt.

Zug Fahren ist immer produktiv…

Jäh aus dem Schlaf gerissen, setzt bei mir das rationale Denken erst mit einiger Verzögerung ein - so beginne ich erst nachdem der Schaffner längst vorbei ist und ich ca. 5 Minuten fastziniert das An- und Ausgehen der “besetzt”-Lampe vor der Toilette beobachtet habe, über diese Botschaft nachzudenken.

“Du wirst kontrolliert” - das klingt sehr negativ. Denn wo Kontrolle herrscht, da wird Freiheit eingeschränkt. Und kontrolliert werden wir fast überall: Der Vorgesetzte, der den Fortschritt der Arbeit prüft, der Student der mit einer Klausur seinen Lernfortschritt unter Beweis stellen muss, …

Aber kaum jemand wird sich ernsthaft darüber beschweren, in Bus und Bahn nach seinem Ticket gefragt zu werden - warum sollte er sich sonst überhaupt einen Fahrschein lösen? Wir sind also keinesfalls durch und durch “frei”, können dies aber ohne weiteres akzeptieren. Mehr noch: Wir können induktiv folgern, dass eine gewisse Einschränkung der Freiheit zum Erhalt der Gesellschaft notwendig ist.

Andererseits begegnen uns genau hier tagtäglich viele Beispiele, wo wir uns die Frage stellen müssen, wie weit wir bei dieser Freiheitsbeschränkung gehen dürfen. So sitzt auf dem Platz mir gegenüber ein Mann mittleren Alters mit einer BILD-Zeitung in der Hand - journalistisch mäßig aber mit starker propagandistischer Wirkung schafft dieses Blatt oftmals bundesweit Vorurteile und zerstört ganze Existenzen. Aber dürfen wir deswegen die Pressefreiheit einschränken? Eine Zensur würde bedeuten, dass Politiker das Machtinstrument Medien nach ihren Wünschen manipulieren können (siehe China). Ein Dilemma.

Kompetenz, meine Herrn

Sehen wir uns doch einmal genauer an, warum genau eigentlich die liberale Gesellschaft nicht funktionieren kann, warum die Deutsche Bahn weiterhin die Herren mit der Cappie in ihren Zügen beschäftigen werden muss.
Wir stellten bereits fest, dass eine Aufhebung der Fahrscheinkontrollen zu einem hohen Schwarzfahreraufkommen führen würde. Dies will ich hier verallgemeinern: Das totalliberale System scheitert an unserer Unfähigkeit mit Freiheit umzugehen. Denn wären wir hier kompetent genug, so würden wir erkennen, dass die Bahn ihre Dienste nur so lange zur Verfügung stellen kann wie wir ihr einen Gegenwert bieten können.

Kurve: Kompetenz und Kontrolle

Das Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Freiheit wird also von unserer Kompetenz mit dieser Freiheit umzugehen bestimmt!
Ähnliches stellten Medienkritiker wie etwa Neil Postman fest und prägten den Begriff Medienkompetenz.

… und das heißt?

Das heißt für uns, dass es immer wenn es darum geht an kritischen Stellen Freiheiten zu beschränken, noch mindestens einen anderen Weg gibt: nämlich die Kompetenz der Bevölkerung in dieser Frage zu schulen.

Freiheit und Kompetenz in der Wirtschaft

Bevor wir freihe Wahlen einschränken, sollten wir die politische Bildung fördern.
Bevor wir einen Konflikt durch Handschellen beenden, sollten wir die Streithähne zur Einsicht und gegenseitiger Akzeptanz führen.
Bevor wir Symbole verbieten, sollten wir die Menschen über ihre Bedeutung aufklären.
Bevor wir Musik verbannen, sollten wir unsere Jugend in die Lage versetzen, über die transportierten Inhalte zu reflektieren.

Ich gebe zu: Das ist Utopie und es bleibt die Frage nach dem “wie”. Aber es handelt sich grundsätzlich um die bessere Lösung die es sich lohnt anzustreben.

Mit diesem Gedanken im Kopf blinzele ich noch einmal zu dem niedlichen Mädchen rechts von mir herüber, die gerade Seite 122 von Tolkiens “Herr der Ringe” umblättert und nicke dann wieder ein.

Kategorie Gesellschaft & Politik, Alltag | 3 Kommentare »

Immer up-2-date

4. März 2007 Daniel Mescheder

Den Politikteil der FAZ abonnieren, zusammen mit den Glossen aus der Süddeutschen und dem Wirtschaftsteil der Frankfurter Rundschau, kostenlos alle Artikel frei Haus direkt nach ihrem Erscheinen - klingt gut, aber leider nicht machbar.

Oder?

Newsfeed“, “RSS“, “Atom” so lauten die Zauberworte die dies möglich machen. Wer sich für die genauen technischen Details interessiert wird im Internet schnell fündig werden, hier will ich nur eine sehr kurze Beschreibung liefern:

RSS

Die Idee ist simpel - der Betreiber eines Internetangebotes stellt eine Schnittstelle zur Verfügung, über die sich einfach alle News und Änderungen des Angebotes abrufen lassen. Ein Programm auf dem PC des Benutzers sammelt dann regelmäßig alle neuen Informationen aus den verschiedenen Quellen ein und informiert den Benutzer (auf Wunsch) über die Neuigkeiten. Dies kann man sich am besten mit der nebenstehenden Skizze klar machen: Hier sammelt der “NewsReader” - dargestellt als Zeitung - aus dem Internet die neusten Nachrichten der FAZ, der taz, von bildblog.de und natürlich blog.cojacts.net. ;)

Das RSS-Symbol

Fairerweise muss man hinzufügen, dass das Internetangebot der oben genannten Zeitungen sich natürlich nicht mit der jeweiligen Printausgabe vergleichen lässt. Aber mit Newsfeeds kann man auch noch viel mehr abonnieren als die Artikel großer Tageszeitungen. So stellt jeder Weblog auch einen RSS-Feed zur Verfügung - wer immer sofort über neue Einträge informiert werden will sollte sich diese Möglichkeit bei seinem Lieblingsblog einmal näher anschauen.

Wie nutzt man aber nun so einen Newsfeed? Firefox-User können beispielsweise so genannte “dynamische Bookmarks” anlegen. Das Video erklärt wie es geht:

Es gibt eine ganze Vielzahl von Programmen die NewsFeeds auslesen können. Hilfreich ist die auf Wikipedia.org zu findende Liste. Bei mir sieht das ganze so aus:

Akregator - ein NewsReader für Linux

Wer auf den Geschmack gekommen ist und gerne meinen Blog abonnieren will, der kann Ausschau nach diesem Symbol halten:

Einfach den Link kopieren und in den NewsReader einfügen - fertig. ;)

Kategorie Technik | 0 Kommentare »

Dreiviertelstundenkunst

25. Februar 2007 Daniel Mescheder

Nichtstun ist die allerschwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt. (Oscar Wilde)

Vielen Menschen dürfte es so gehen wie mir: Morgens halb zehn in Deutschland schafft auch Knoppers nicht die Energie die für professionelles Nichtstun nötig wäre. Wie gelingt es also dem durchschnittlichen Schüler, seiner Kreativität trotz der diktatorischen Rigidität des Unterrichts freien Lauf zu lassen?

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Richtig! Er greift zu einem Kugelschreiber und beginnt seine fachspezifischen Unterlagen oder das vorhandene Mobiliar mit skizzierten Portraits des Lehrpersonals, kleinen Fantasiewelten, tiefschöpfenden Weisheiten (”Info sucks…” ;) ) und abstrakten Formen zu verzieren. Diese Dreviertelstundenwerke sind oftmals kleine Kunstwerke. Teils lustig, teils schön, teils auch einfach nur dämlich - aber alle haben eins gemeinsam: Nach dem Schellen sind sie zusammen mit dem in der Stunde behandelten Stoff aus dem Kopf verbannt.

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Dem will ich hier ein Ende setzen. Meine Aufforderung an euch: Fotographiert oder scannt doch bitte eure Kunstwerke oder Sketches, Sprüche oder Eddingschmierereien; was auch immer ihr gerade kreatives produziert habt, und schickt sie mir an meine E-Mail Adresse ( DanielMescheder@web.de ).

Wenn ein bisschen was zusammen kommt, veröffentliche ich die Werke hier in einer Galerie!

Kategorie Schule, Aktionen | 3 Kommentare »
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