


Weihnachten naht, und wieder werden die Stimmen laut: das Fest der Liebe ist tot, der Kommerz hat gesiegt! Stress macht sich breit; Weihnachten mit der Familie - für viele ein Alptraum. Und nicht zuletzt muss man den kleinen Mann erwähnen, der ständig im Nacken sitzt und jeden Tag etwas lauter flüstert: “Du hast immer noch keine Geschenke gekauft!”.
Dabei darf man der deutschen Wirtschaft ihr Weihnachtsgeschäft doch durchaus mal gönnen. Es hat doch auch etwas skurriles, wenn du wie jedes Jahr am 22. Dezember durch die Stadt jagst und genau weißt, dass all die anderen Leute um dich herum das gleiche Problem haben wie du selbst. Auch die oft kritisierte überladene Weihnachtsdekoration der Kaufhäuser würde uns doch in Wahrheit fehlen, oder etwa nicht?
Es bleibt auch zu beobachten, dass viele Leute im Weihnachtsstress erst so richtig aufblühen. Da werden auf einmal kreative Adern wach und riesige Unternehmungen werden geplant und durchgeführt um die richtigen Geschenke für den Partner, die Freunde, die Verwandten zu organisieren.
Nein, das Problem ist nicht Weihnachten selbst oder der alljährliche Hype. Das Problem ist der absurde menschliche Instinkt Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Das Gleichgewicht der Werte.
Wehe der beste Freund verschenkt dir ein 50¢ teureres Präsent als du ihm selbst überreichen wolltest. Bloß keine Blöße zeigen: Wenn du schon so ungeschickt warst dich nicht im Vorfeld zu informieren was für dich unter dem Baum liegen würde, so wirst du sicherlich eine gute Möglichkeit finden die Wertdifferenz nachträglich aufzufüllen. Gut wenn man für diesen Fall noch eine Schachtel Pralinen im Schrank hat…
Im Ernst: das kann’s doch nicht sein!
Mein Appell an den Weihnachtsmann dieses Jahr: Bitte nur Dinge verteilen, die für den Beschenkten eine persönliche Bedeutung haben. Denn diese lassen sich nicht in Euronen messen und fallen somit aus dem Werteschema!
Ich jedenfalls verzichte lieber auf Geschenke als dass sich nachher jemand schuldig fühlen muss, weil er nicht tief genug in die Tasche gegriffen hat!
Der Beitrag wurde am Sonntag, den 17. Dezember 2006 um 13:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesellschaft & Politik, Alltag abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.Hi Daniel!
Ich hab dein Blog gefunden *gg*
Naja. Ich hab dieses jahr nur gebastelt wegen akutem Geldmangel und aufgrund der Tatsache, dass ich so vielen Leuten was schenken wollte. Zählt ja auch nicht das Geld, was man für’n Geschenk ausgibt, sondern eher dieses: Ich hab an dich gedacht. zumindest aus meiner Sicht
CU
Juwe
Hey Juwe!
Stimme ich dir auf jeden Fall zu. Dann hast du aber sicher auch einiges an Arbeit gehabt ![]()
Frohe Weihnachten by the way!
Liebe Grüße
Daniel