<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="wordpress/2.1 DE-Edition" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>Cojacts.Blog</title>
	<link>http://blog.cojacts.net</link>
	<description>Weblog von Daniel Mescheder</description>
	<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 18:21:09 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.1</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Die Frage nach der Frage ist immernoch dekadent</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/10/06/die-frage-nach-der-frage-ist-immernoch-dekadent/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/10/06/die-frage-nach-der-frage-ist-immernoch-dekadent/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2007 14:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft &amp; Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/10/06/die-frage-nach-der-frage-ist-immernoch-dekadent/</guid>
		<description><![CDATA[Pseudowissenschaften sind ein Phänomen für sich.
Meiner Beobachtung nach entstehen sie immer dann, wenn man versucht schwer griffige Sachverhalte auf eine akademischen Ebene zu heben ohne dass eine Basis für Diskutierbarkeit geschaffen wurde oder schaffbar ist.
Ich habe beim Aufräumen meines Zimmers einen Kurzaufsatz gefunden, den ich im Rahmen des schulischen Religionsunterrichtes als Hausaufgabe über den Text [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/02/15/die-wissenschaft-vom-blauen-dreieckigen-quader/">Pseudowissenschaften</a> sind ein Phänomen für sich.</p>
<p>Meiner Beobachtung nach entstehen sie immer dann, wenn man versucht schwer griffige Sachverhalte auf eine akademischen Ebene zu heben ohne dass eine <a href="http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/01/07/diskussionspraxis-eine-biologische-abhandlung/">Basis für Diskutierbarkeit</a> geschaffen wurde oder schaffbar ist.</p>
<p>Ich habe beim Aufräumen meines Zimmers einen Kurzaufsatz gefunden, den ich im Rahmen des schulischen Religionsunterrichtes als Hausaufgabe über <a href="http://www.ursulahomann.de/DieHiobsfrageIstImmerNochVirulent/kap007.html">den Text &#8220;Kann man Auschwitz Gott anlasten?&#8221;</a> aus <a href="http://www.ursulahomann.de/DieHiobsfrageIstImmerNochVirulent/">&#8220;Die Hiobsfrage ist immer noch virulent&#8221;</a> von Ursula Homann verfasst habe.</p>
<blockquote><p>In dem Text &#8220;Kann man Auschwitz Gott anlasten?&#8221; aus &#8220;Die Hiobsfrage ist immer noch virulent&#8221; demonstriert Ursula Homann eindrucksvoll, wie sich Autoren auf der Vergeblichen Suche nach den richtigen Fragen in belanglose Bagatellen verstricken.</p>
<p>&#8220;Virulenz bezeichnet die Wirksamkeit, z.B. einer Idee oder einer sozialen Bewegung.&#8221; (Wikipedia)</p>
<p>Die Autorin sucht also nach der Wirkung Hiobs. Dabei gibt sie sich weltverbesslerisch indem sie gezielt nach einer christlichen Erklärung für das Grauen Auschwitzs sucht.</p>
<p>Es scheint aber, als habe sie sich dabei nicht die zentrale Frage gestellt, die für jeden Autor den Anfang seiner Recherchen markieren sollte: &#8220;Was ist eigentlich unser Problem?&#8221;. Statt dessen gibt es Zitate und Dogmen aus der Dose.</p>
<p>Is&#8217; ja kein Problem - wenn mein Text nicht zur Gesellschaft passt, muss ich mir halt den Leser dem Text anpassen.</p>
<p>So drückt uns Homann äußerst &#8220;virulente&#8221; Fragen wie &#8220;War Hiob Jude?&#8221;, &#8220;Wie geht Hiob mit Leiden um?&#8221;, &#8220;Ist Leiden ein Einwand gegen Gott?&#8221; oder &#8220;Muss man Morde und Massentötungen Gott anlasten?&#8221; auf die Stirn.</p>
<p>Nachdem sich der Leser nun durch den scheinbar alles auflösenden Text gekämpft hat, ereilen ihn gleich 4 Erkenntnisse:</p>
<ol>
<li>Ich bin nicht schlauer als vorher.</li>
<li>Die Welt ist nicht besser als vorher.</li>
<li>Wir wissen immer noch nicht, was wir überhaupt wissen wollten.</li>
<li>Ich bräuchte dringend einen neuen Kaffee; wo sind eigentlich meine Socken; kann mal einer den Papierkram hier entsorgen? Mensch, schon wieder Montag (wir sagen alle brav &#8220;Amen&#8221; und &#8220;Danke&#8221;)</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Bitte bitte, liebe Theologen: Ihr verwechselt da etwas! Religion ist etwas was für Menschen da sein soll, ihnen Halt geben soll in schwierigen Zeiten, ihnen eine soziale Plattform bieten soll. Wenn ihr versucht dies auf eine akademische Ebene zu heben verstrickt ihr euch doch nur in Widersprüchen und helft niemandem damit auch nur einen Meter weiter!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/10/06/die-frage-nach-der-frage-ist-immernoch-dekadent/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Herzlichen Glückwunsch ihr Tratschtanten</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/12/herzlichen-gluckwunsch-ihr-tratschtanten/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/12/herzlichen-gluckwunsch-ihr-tratschtanten/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 May 2007 13:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft &amp; Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/12/herzlichen-gluckwunsch-ihr-tratschtanten/</guid>
		<description><![CDATA[Ja, euch meine ich da draußen. Ihr die ihr euch in den Ecken zusammenrottet und redet - ohne dass eure Stimmen die magische Schwelle überschreiten dürften die Hörbarkeit im Umkreis von 2m bedeuten würde. Nur einzelne Begriffe die der gezielten Akzentuierung eurer Position dienen, mögen ab und an diese Schwelle überschreiten. Dazu erhöht ihr sowohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, euch meine ich da draußen. Ihr die ihr euch in den Ecken zusammenrottet und redet - ohne dass eure Stimmen die magische Schwelle überschreiten dürften die Hörbarkeit im Umkreis von 2m bedeuten würde. Nur einzelne Begriffe die der gezielten Akzentuierung eurer Position dienen, mögen ab und an diese Schwelle überschreiten. Dazu erhöht ihr sowohl Frequenz als auch Amplitude eurer Stimmbänder - das Wort breitet sich wellenhaft im Rachenraum aus, bekommt durch die Zunge seinen besonders hinterhältigen Charakter und verlässt den Mund durch die vom höhnischen Lachen weit auseinander klaffenden Lippen. Gespannt beobachtet ihr dann, wie die euch umgebenden scheinbar Vertrauten ob der gewaltigen Provokation die mit dem Bruch der 2m-Schwelle verbunden ist zusammenzucken.</p>
<p>Dies ist der richtige Moment um noch einen drauf zu setzen: Fast automatisch hebt sich euer Arm, der Ellenbogen streckt sich bis der kritische Winkel von etwa 160 Grad erreicht ist. Teleskopartig streckt ihr den Zeigefinger, während die ansonsten locker geballte Faust die Gleichgültigkeit demonstriert, in der ihr mit verbaler Gewalt um euch schlagt.</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch denn ihr seid das Rückgrat des kognitiven Abfall produzierenden Monsters, welchem ihr jeden Tag auf der Straße begegnet!</p>
<h2>Kognitiver Abfall</h2>
<p>Die gewitzteren unter euch dürften vielleicht langsam dahinter gekommen sein, welche Art asozialen Verhaltens ich euch vorwerfe: Das Tuscheln hinter der vorgehaltenen Hand, das Lästern, das Tratschen und Gerüchte Verbreiten.</p>
<p>Jenes perverse Verlangen welches ihr (die Boulevardpresse sagt &#8220;Danke&#8221; und &#8220;Amen&#8221;) im geselligen Kreise gleichgesinnter auslebt.</p>
<p>Ich werde - extra für euch - meinen Punkt zum besseren Verständnis einmal konkretisieren: Das allgemein oft durch den Begriff &#8220;Lästern&#8221; oder &#8220;Tratschen&#8221; umrissene asoziale verbale Verhalten lässt sich definieren als <strong>das monoperspektivistische Abwerten ausgewählter Zielpersonen ohne einen besonderen Gesellschaftlichen oder sozialen Nutzen (wohl aber eine Profilierung der eigenen Person) anzustreben und ohne dieser Person die Möglichkeit zu bieten sich zur Wehr zu setzen</strong>.</p>
<p>Folgende Symptome sind oftmals Begleiterscheinungen oder gar Ursachen dieses Verhaltens:</p>
<ul>
<li><strong>Reden um des Redens willen.</strong>
<p>Wir wissen dass die zwischenmenschliche Kommunikation eine hohe Kunst ist. Es ist nicht immer einfach sich mit einem Gesprächspartner auf eine gemeinsame Ebene zu begeben. Das Resultat ist oftmals, dass man um die Kommunikation aufrecht zu erhalten sich auf das niedrigste denkbare Niveau begibt und auf sinnvolle Inhalte einfach verzichtet.</p>
</li>
<li><strong>Schwache bis keine Argumentation.</strong>
<p>Argumentation ist beim &#8220;Lästern&#8221; und &#8220;Tratschen&#8221; überflüssig: Es gibt schließlich niemanden der eine gegenteilige Meinung vertreten würde! Des weiteren würde eine ausgefeilte Argumentation dem Leitsatz des möglichst niedrigen kognitiven Anspruchs nicht gerecht werden.</p>
</li>
<li><strong>Starke emotionale Komponente.</strong>
<p>Ist doch ausnahmsweise eine Begründung der eigenen Position notwendig, so beschränkt man sich in der Regel auf eine starke emotionale Akzentuierung des Gesagten. Dies ist kaum zu widerlegen und fördert die eigene Profilierung.</p>
</li>
<li><strong>Positive Abgrenzung der eigenen Persönlichkeit.</strong>
<p>Durch das negative Hervorheben fremder Charaktereigenschaften versucht eine &#8220;Tratschtasche&#8221; den eigenen Charakter in einem möglichst guten Licht darzustellen. Das ist auf der einen Seite so etwas wie emotionale Masturbation und dient auf der anderen Seite ebenfalls der angesprochenen Profilierung.</p>
</li>
<li><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkeffekt">Netzwerkeffekt</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweigespirale">Schweigespirale</a>.</strong>
<p>Diese sozialen Effekte lassen sich in einer solchen geselligen Runde oft zuhauf beobachten. So trauen sich oftmals beteiligte Personen nicht, eine konträre Meinung zu vertreten, da sie (fälschlicherweise) glauben mit ihrer Position isoliert zu sein.</p>
</li>
</ul>
<h2>Praxisbeispiele</h2>
<p>Um euch zu helfen das perverse Verlangen welches euch immer wieder beschleicht zu bekämpfen will ich demonstrieren, wie sich der aus der Definition auslesbare Kriterienkatalog zum Prüfen der eigenen Verhaltensweise dienen kann. Hier also ein paar Beispiele aus dem Alltag:</p>
<h3>1) Der Grillabend</h3>
<p>Auf einem Grillabend geht das Bier aus. Betretenes Schweigen tritt ein. Um die Stimmung zu lockern ergreifst du das Wort und schilderst wie du den Klaus-Martin* in der Stadt getroffen hast mit soner Tuse im Arm die is ja hässlich wie die Nacht und dass der ja wirklich jede Woche ne Andere und überhaupt&#8230;!<br />
Froh über die Ablenkung steigen deine Freunde mit ein und bestätigen das ginge ja nicht und sie hätten ja immer schon gewusst, dass wie der sich auch immer anzieht und neulich und hässlich ist er auch noch!</p>
<table style="margin-left:auto;margin-right:auto">
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Monoperspektivismus</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Niemand scheint es als notwendig zu erachten, auch positive Dinge über Klaus-Martin in das Gespräch einfließen zu lassen oder gar Gerüchte als solche bloß zu stellen und ihren Wahrheitsgehalt in Zweifel zu ziehen!</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Abwertung einer ausgewählten Person</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Klaus-Martin ist hier klar das Opfer.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Ohne gesellschaftlichen oder sozialen Nutzen</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Allein die Überbrückung der temporären Trockenphase kann nicht als gesellschaftlicher Nutzen gewertet werden, insbesondere da die Situation durch das Gespräch keinesfalls besser wird.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Angegriffene Person hat keine Möglichkeit zur Stellungnahme</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Klaus-Martin ist nicht anwesend und hat somit keine Möglichkeit sich zu wehren.</p>
</td>
</tr>
</table>
<p style="text-align:center"><img src='http://blog.cojacts.net/wp-content/uploads/2007/05/praedikat_asozial.png' alt='Prädikat Asozial' /></p>
<p><em>* Name geändert</em></p>
<h3>2) &#8230; unter Beschuss</h3>
<p>Eines Tages nimmst du mich bei Seite und sagst &#8220;Daniel&#8230;&#8221; suchst noch einmal kurz nach Worten und beginnst dann noch einmal: &#8220;Daniel du bist mir ja mal sowas von unsympatisch! Immer dieses Gehabe und immer nur am Scheiße labern - das geht mir sowas von auf die Eier! Außerdem wäre ich dir sehr verbunden, wenn du vielleicht <em>einmal</em> was ordentliches anziehen würdest und vielleicht mal morgens mit &#8216;nem Kamm durch die Haare gehen würdest! Meine Fresse&#8230;&#8221;</p>
<table style="margin-left:auto;margin-right:auto">
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Monoperspektivismus</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Die Schimpftirade fällt nicht sonderlich differenziert aus - es zeichnet sich nur eine Perspektive ab.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Abwertung einer ausgewählten Person</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Hier bin wohl ich das Ziel.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Ohne gesellschaftlichen oder sozialen Nutzen</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:green">Nein!</strong><br />
Ich kann mir im Folgenden überlegen, wie ich mit der Kritik umgehen soll. Das kann etwa dazu führen, dass ich dich in der Folgezeit meide oder auch dass ich einmal bewusster auf die von dir kritisierten Verhaltensweisen achte.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Angegriffene Person hat keine Möglichkeit zur Stellungnahme</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:green">Nein!</strong><br />
Ich werde direkt angesprochen und kann somit unmittelbar zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Sinnvoll wäre es an dieser Stelle für mich, noch differenzierteres Feedback einzufordern, um den gesellschaftlichen Nutzen deiner Kritik zu erhöhen&#8230; <img src='http://blog.cojacts.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
</td>
</tr>
</table>
<p style="text-align:center"><img src='http://blog.cojacts.net/wp-content/uploads/2007/05/praedikat_ok.png' alt='Prädikat OK' /></p>
<h3>3) Direkt aus der Klatschpresse</h3>
<p>Du bist shoppen mit einer Freundin. Diese Tätigkeit verlangt von euch, euer Nervenzentrum temporär auf Standby zu schalten - dem Niveau eurer Gespräche ist somit eine natürliche Obergrenze gesetzt.</p>
<p>Nach einem Blick auf den Zeitungsstand beginnt ihr eine kontroverse Diskussion, wie Angelina Jolies Hang zur Adoption zu bewerten sei.</p>
<table style="margin-left:auto;margin-right:auto">
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Monoperspektivismus</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:green">Nein!</strong><br />
Durch die Kontroversität eurer Debatte ist eine Durchleuchtung der Fragestellung auf unterschiedlichen Ebenen gewährleistet.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Abwertung einer ausgewählten Person</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Auch wenn das nicht euer Ziel ist: allein dadurch dass Themen aus der Klatschpresse aufgegriffen werden, welche sich in das Privatleben ausgewählter Personen einmischen, wird deren &#8220;soziale Abwertung&#8221; unterstützt!</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Ohne gesellschaftlichen oder sozialen Nutzen</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:green">Nein!</strong><br />
Angelina Jolie ist hier nur ein &#8220;Aufhänger&#8221; für die eigentliche Debatte: Wie sind Adoptionen allgemein zu bewerten? Dadurch dass ihr in dieser Frage Position bezieht, könnt ihr kompetenter reagieren, wenn die Thematik für euch selbst einmal relevant werden sollte!</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><strong>Angegriffene Person hat keine Möglichkeit zur Stellungnahme</strong></td>
<td style="text-align:right; padding-left:10px;padding-right:10px;">
<p><strong style="color:red">Ja!</strong><br />
Eines der wesentlichen Probleme der Boulevard-Medien. Das Recht zur Gegendarstellung ist bei weitem nicht unmittelbar genug um diesen Punkt mit &#8220;Nein&#8221; beantworten zu können.</p>
</td>
</tr>
</table>
<p style="text-align:center"><img src='http://blog.cojacts.net/wp-content/uploads/2007/05/praedikat_ok.png' alt='Prädikat OK' /></p>
<h2>Um des Redens willen</h2>
<p>Mir ist klar, dass man nicht immer über Politik und Umweltschutz sprechen kann. Mir ist klar, dass Bemerkungen über das Wetter nach einiger Zeit ausgelutscht sind. Mir ist klar, dass jeder hin und wieder gerne das Gehirn aus knipst und seinem Mundwerk freie Hand gewährt. Aber auch hier gilt: &#8220;Niveau ist keine Handcreme&#8221; (Quelle unbekannt).</p>
<p>Es <em>ist</em> möglich, zu reden ohne etwas zu sagen und dabei niemanden durch den Kakao zu ziehen, der nicht die Möglichkeit hätte sich direkt zu wehren. Eine gehörige Portion Selbstironie kann dabei übrigens nicht schaden.</p>
<h2>Einen letzten Appell&#8230;</h2>
<p>&#8230; will ich euch noch auf den Weg geben: Das nächste Mal, wenn in geselliger Runde über Andere hergezogen wird, demonstriert doch mal dass ihr die Eier habt die ungeschriebenen Gesetze zu brechen und gegen den gesellschaftlichen Konsens anzugehen: &#8220;Mädels, der Junge ist vielleicht wirklich nicht der hübscheste, aber wenn es mal drauf ankommt, ist Klaus-Martin verlässlicher als ihr hier alle zusammen!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/12/herzlichen-gluckwunsch-ihr-tratschtanten/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>BILD-Reporter sind die schlimmeren Terroristen</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/01/bild-reporter-sind-die-schlimmeren-terroristen/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/01/bild-reporter-sind-die-schlimmeren-terroristen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 May 2007 13:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft &amp; Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/01/bild-reporter-sind-die-schlimmeren-terroristen/</guid>
		<description><![CDATA[Dass die ehemalige RAF-Terroristin Susanne Albrecht inzwischen an einer Bremer Grundschule Migrantenkindern Deutschunterricht erteilt ist schon länger bekannt. Die BILD-Zeitung hat wieder etwas mehr Zeit gebraucht. Verständlich: Ein guter Skandal will sorgfältig geplant werden.
Nun haben sie es wohl endlich geschafft: „Verurteilte RAF-Mörderin arbeitet als Grundschullehrerin in Bremen“ titelt sie in großen Lettern. Wie es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die ehemalige RAF-Terroristin Susanne Albrecht inzwischen an einer Bremer Grundschule Migrantenkindern Deutschunterricht erteilt ist schon <a href="http://www.welt.de/politik/article714651/Aufstieg_und_Fall_der_zweiten_RAF-Generation.html">länger bekannt</a>. Die BILD-Zeitung hat wieder etwas mehr Zeit gebraucht. Verständlich: Ein guter Skandal will sorgfältig geplant werden.</p>
<p>Nun haben sie es wohl endlich geschafft: „Verurteilte RAF-Mörderin arbeitet als Grundschullehrerin in Bremen“ titelt sie in großen Lettern. Wie es sich für die deutsche Presselandschaft gehört breitet sich der durch die Boulevard-Macht gestreute Samen in Windeseile aus:</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutschland/433876">Ex-RAF-Terroristin unterrichtet Migrantenkinder</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/susanne-albrecht_aid_54952.html">Ex-Terroristin gibt Deutschunterricht</a>&#8221; und ähnlich lauten die Schlagzeilen. Gleichzeitig melden sich massenhaft BILD-loyale und/oder skandalgeile Kritiker zu Wort die der Bremer Regierung gar &#8220;<a href="http://www.politicallyincorrect.de/2007/05/bremen_ein_herz_fur_terroriste.html">ein Herz für Terroristen</a>&#8221; vorwerfen.</p>
<p>Es wird wohl niemanden wundern, dass die dortige CDU schleunigst die tickende Bombe weiter gibt: wo Deutschlands Boulevardpresse hin tritt, wächst kein Gras mehr - und als rückgratsloser Politiker lässt man sich lieber nicht mit in den Brennpunkt der Kritik ziehen.</p>
<blockquote><p>CDU-Bürgerschaftsfraktion, Hartmut Perschau, reagierte am Montag &#8220;mit Erstaunen und Unverständnis&#8221; auf die Nachricht, dass Albrecht seit Jahren in Bremen Migrantenkindern Deutschunterricht gibt.<br />
[&#8230;]<br />
Perschau nannte es &#8220;völlig untragbar, dass unsere Kinder von einer verurteilten RAF-Terroristin unterrichtet werden&#8221;. Die Äußerung von Bildungssenator Lemke, es handele sich hierbei &#8220;um ein Beispiel gelungener Resozialisierung&#8221;, sei schwer nachvollziehbar. Perschau sagte, &#8220;unser Rechtsstaat sieht eine Resozialisierung vor, diese darf aber nicht auf dem Rücken unserer Kinder erfolgen&#8221;. (<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?cnt=1126213">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Vielen Dank für dieses Statement, Herr Perschau.</p>
<h2>Susanne Albrecht</h2>
<p>Da wir uns <del datetime="2007-05-01T21:13:52+00:00">im Gegensatz zur Bremer CDU</del> unsere Meinung nicht BILDen lassen, schauen wir uns als erstes einmal an, um wen es eigentlich geht:</p>
<p>Die 1951 in Hamburg geborene Susanne Albrecht war Tochter eines angesehenen Anwalts. Sie besuchte ein Internat in Holzminden, wo sie 1971 ihr Abitur absolvierte.  Im selben Jahr begann sie ein Studium der Pädagogik, Soziologie und Psychologie an der Universität Hamburg. Sie beteiligte sich an diversen Hausbesetzungen und kam in Kontakt mit einigen anderen späteren RAF-Mitgliedern - unter anderem auch Christian Klar. Nachdem sie ihr Staatsexamen für das Grund- und Realschullehramt erfolgreich abgelegt hatte, schloss sie sich der RAF an.</p>
<p>Am 30. Juli 1977 war Albrecht zusammen mit Klar und Monhaupt an der Ermordung Jürgen Pontos beteiligt. Rund zwei Wochen später gibt sie dazu das folgende Statement ab:</p>
<blockquote><p>Wir haben in einer Situation, in der Bundesanwaltschaft und Staatsschutz zum Massaker an den Gefangenen ausgeholt haben, nichts für lange Erklärungen übrig.<br />
Zu Ponto und den Schüssen, die ihn jetzt in Oberursel trafen, sagen wir, daß uns nicht klar genug war, daß diese Typen, die in der Dritten Welt Kriege auslösen und Völker ausrotten, vor der Gewalt, wenn sie ihnen im eigenen Haus gegenübertritt, fassungslos stehen.<br />
Das Staatsschutzgeschmier von »Big Money« ist Dreck wie alles, was zu der Aktion gesagt worden ist.<br />
Es geht natürlich immer zuerst darum, das Neue gegen das Alte zu stellen, und das heißt hier: Den Kampf, für den es keine Gefängnisse gibt, gegen das Universum der Kohle, in dem alles Gefängnis ist. (<a href="http://www.rafinfo.de/archiv/raf/raf-14-8-77.php">Quelle</a>, <a href="http://www.rafinfo.de/hist/kap09.php">Kontext</a>)</p></blockquote>
<p>Sie beteiligte sich am 25. Juni 1979 an einem Sprengstoffanschlag auf General Alexander Haig und tauchte 1980 unter - erst im Juni 1990 konnte sie in Berlin verhaftet werden.</p>
<p>Nach einem umfassenden Geständnis wurde sie zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt (diese saß sie jedoch nur zur Hälfte ab). Wikipedia schreibt:</p>
<blockquote><p>Albrecht distanzierte sich während ihres Prozesses von ihrer RAF-Vergangenheit und setzte die Ideologie der Terrorgruppe mit dem Stalinismus gleich. In einer Erklärung während des Prozesses warf sie der RAF „kaltblütige Brutalität“ vor. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Albrecht">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Rainer Gausepohl, Sprecher des Bildungssenators Willi Lemke (SPD) sagte laut <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/susanne-albrecht_aid_54952.html">FOCUS Online</a>, die Resozialisierung Albrechts sei schon wärend ihrer Haft in die Wege geleitet worden. Er spricht von einer „voll gelungenen Resozialisierung“, denn die ehemalige RAF-Aktivistin leiste „sehr gute Arbeit&#8221; und habe &#8220;sich noch nie etwas zu Schulden kommen lassen“.</p>
<h2>BILD-Terror</h2>
<p>Die BILD-Zeitung scheint es nun auf die Lehrerin abgesehen zu haben. Es ist schon zuvor immer wieder deutlich geworden, dass die zuständigen Redakteure unter dem Kommando von <a href="http://www.netzeitung.de/medien/629356.html">Kai Diekmann</a> auch <a href="http://www.bildblog.de/?p=2219">eher weniger von unseren rechtsstaatlichen Prinzipien halten</a>.</p>
<p>Aufgrund ihrer Vergangenheit ist Öffentlichkeit das Letzte was Albrecht gebrauchen kann - aber genau diese könnte ihr nun bevor stehen. Auf der Jagt nach Quoten haben Paparazzi in der Vergangenheit schließlich noch jedes persönliche Schicksal in Kauf genommen. So schreibt auch FOCUS Online:</p>
<blockquote><p>Dem Stadtstaat steht nun also in den kommenden Tagen ein gesteigertes Medieninteresse ins Haus. Der Großteil der Kamerateams, Reporter, Fotografen und Ü-Wagen dürfte dabei weniger an den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft am 13. Mai als an der Jagd auf die frühere RAF-Terroristin interessiert sein.(<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/susanne-albrecht_aid_54952.html">Quelle</a>)</p></blockquote>
<h2>&#8220;&#8230; auf dem Rücken unserer Kinder &#8230; &#8220;</h2>
<p>Zurück zu dem Eingangs zitierten Statement von Herrn Perschau. Ich will mir nicht anmaßen über die pädagogischen Fähigkeiten einer mir unbekannten Person zu urteilen. Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen: Bei dem hohen Inkompetenz-Quotienten unter deutschen Lehrkräften ist mir eine Ex-Terroristin mit ansprechendem Unterricht doch lieber als vieles was ich als Schüler regelmäßig erleben durfte.</p>
<p>Gott sei dank gibt es auch differenziertere Stimmen aus der Politik. So zitierte die Netzzeitung Volker Beck (Grüne):</p>
<blockquote><p>Ein Straftäter, der seine Tat bereut und seine Haftstrafe verbüßt hat, müsse wieder die Möglichkeit der Ausübung eines bürgerlichen Berufes haben, betonte [Volker Beck]. &#8220;Wenn Frau Albrecht kein Fehlverhalten in der Schule vorzuwerfen ist und sie sich zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bekennt, sehe ich nicht, warum man ihre Tätigkeit als Lehrerin kritisieren sollte.&#8221; (<a href="http://www.netzeitung.de/deutschland/633250.html">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Nur am Rande: ist es eigentlich verantwortbar, dass BILD-Redakteure ihr zerstörerisches Werk in aller Öffentlichkeit betreiben dürfen? Unser Rechtsstaat sieht Pressefreiheit vor, diese darf aber nicht auf dem Rücken unserer Bürger erfolgen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/05/01/bild-reporter-sind-die-schlimmeren-terroristen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Assoziales Verhalten mit Niveau!</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/alltag/2007/04/27/assoziales-verhalten-mit-niveau/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/alltag/2007/04/27/assoziales-verhalten-mit-niveau/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 17:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

		<category><![CDATA[Aktionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/alltag/2007/04/27/assoziales-verhalten-mit-niveau/</guid>
		<description><![CDATA[Jakob fordert in seinem Blog:
Holt die Porno-Sonnenbrillen hervor, entstaubt euer altes Mickymaus-&#8221;Cap&#8221;, setzt jene richtig- und dieses falschherum auf, dreht in privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln Classic-Nigga Beethoven und seine Bro&#8217;s fett auf und fahrt los.



Worum es geht?
Habe eben Daniel nach Hause gebracht.
Fenster runter, Sonnenbrille auf, Arm raus. Musik voll aufgedreht.
Klassische Musik.
Dies klingt zunächst seltsam, entpuppt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jakob <a href="http://jelleton.blog.de/2007/04/27/classic_niggaz~2170510">fordert in seinem Blog</a>:</p>
<blockquote><p>Holt die Porno-Sonnenbrillen hervor, entstaubt euer altes Mickymaus-&#8221;Cap&#8221;, setzt jene richtig- und dieses falschherum auf, dreht in privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln Classic-Nigga Beethoven und seine Bro&#8217;s fett auf und fahrt los.</p></blockquote>
<div class="g2image_float_right">
<p><img src='http://blog.cojacts.net/wp-content/uploads/2007/04/classic_nigga.png' alt='Classic-Nigga' /></p>
</div>
<p>Worum es geht?</p>
<blockquote><p>Habe eben Daniel nach Hause gebracht.<br />
Fenster runter, Sonnenbrille auf, Arm raus. Musik voll aufgedreht.<br />
Klassische Musik.</p></blockquote>
<p>Dies klingt zunächst seltsam, entpuppt sich aber als eine ebenso abgedrehte wie unterstützenswerte Initiative. So bemängelte etwa schon <a href="http://www.nichts-da.de/?p=69">Leon auf nichts.da</a>:</p>
<blockquote><p>Wo man früher seinen Ghettoblaster auf der Schulter getragen hat, hat man heute das Handy lässig in der Hand und unterhält neben sich selbst auch sein Umfeld. Hierbei ist es egal, ob man gerade auf dem Weg zur Schule, zur Party, in der voll besetzten Feierabend S-Bahn oder in Wartehallen der Deutschen Bahn befindet.</p></blockquote>
<p>Begegnen wir doch der alltäglichen tragischen Komödie, in welcher halbstarke wannabe Marshall Mathers-Verschnitte die Hauptrolle spielen, auf satirische Art und Weise. Ich für meinen Teil lege mir schon einmal die assozialste auffindbare Sonnenbrille bereit - für den großen Classic-Niggaz-Convoi!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/alltag/2007/04/27/assoziales-verhalten-mit-niveau/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Schäuble verschenkt Spielzeug: Der Bundestrojaner</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/25/schauble-verschenkt-spielzeug-der-bundestrojaner/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/25/schauble-verschenkt-spielzeug-der-bundestrojaner/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2007 16:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft &amp; Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/25/schauble-verschenkt-spielzeug-der-bundestrojaner/</guid>
		<description><![CDATA[Der Trick der Griechen, eigene Soldaten mit einem Holzpferd in Troja einzuschleusen war so gewitzt, dass Regisseur Wolfgang Petersen es noch etwa 3.000 Jahre nach diesem Ereignis für sinnvoll hielt, teure Schauspieler wie etwa Brad Pitt zu engagieren, um die Handlung in die Kinosäle dieser Welt zu bringen.
Die legendäre List funktionierte jedoch nur aus einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Trick der Griechen, eigene Soldaten mit einem Holzpferd in Troja einzuschleusen war so gewitzt, dass Regisseur Wolfgang Petersen es noch etwa 3.000 Jahre nach diesem Ereignis für sinnvoll hielt, teure Schauspieler wie etwa Brad Pitt zu engagieren, um die Handlung in die Kinosäle dieser Welt zu bringen.</p>
<p>Die legendäre List funktionierte jedoch nur aus einem Grund: Niemand - mit Ausnahme des Priesters Laokoon vielleicht - wusste, dass es sich um eine solche handelte!</p>
<p>Deshalb frage ich mich, warum eigentlich <a href="http://www.farliblog.de/archives/556-Herr-Schaeuble,-warum-wollen-Sie-uns-fuer-dumm-verkaufen.html">alle</a> <a href="http://spitzelblog.blogspot.com/2007/04/schuble-interview-unbeirrbar.html">so allergisch</a> auf die offensichtliche Inkompetenz unseres Innenministers reagieren. Dieser scheint zumindest Homers Ilias nicht besonders aufmerksam studiert zu haben - sein allgemein so verteufelter Bundestrojaner verfehlt die Genialität des griechischen Vorbildes nämlich um Längen. Durch die geradezu arrogante Annahme, es wäre möglich jeden beliebigen PC mit voriger Ankündigung zu einem gläsernen Terrarium für die Sicherheitsbehörden zu machen, ist das Projekt schon im Vorfeld zum scheitern verurteilt.</p>
<p>Schauen wir uns doch einmal genauer an, welche <a href="http://www.heise.de/security/artikel/86415/0">Möglichkeiten die Herren besitzen</a> ihr Vorhaben durchzusetzen:</p>
<div class="g2image_float_right">
<p><img src='http://blog.cojacts.net/wp-content/uploads/2007/04/bundesttrojaner_trojaner.png' alt='Ich bin ein bösartiger Trojaner' /></p>
</div>
<ul>
<li><b>Versand infizierter Mails.</b>
<p>Jeder von uns bekommt täglich E-Mails mit fragwürdigem Inhalt. Wir haben zwischenzeitlich gelernt, dass es alles andere als ratsam ist, Anhänge zu öffnen, wenn wir nicht genau wissen dass sie harmlos sind.</p>
</li>
<li><b>Infizieren eines Downloads durch den Provider.</b>
<p>Die nächste Anwendung die Heruntergeladen wird, kriegt vom Provider den Bundestrojaner eingemogelt. Technisch möglich, wie man im oben verlinkten Heise-Artikel sieht. Aber die Möglichkeiten sich zu wehren sind vielfältig: Die in der Unix-/Linuxwelt weit verbreiteten Paketmanager unterstützen größtenteils digitale Signaturen. Der Anwender bekommt dadurch mit, falls ein Paket modifiziert wurde und kann die Installation verweigern.</p>
</li>
<li><b>Ausnutzen von Sicherheitslöchern.</b>
<p>Ein solches Vorgehen wird sicherlich individuell immer möglich sein, aber technisch versierte Anwender werden sich gut genug zu schützen wissen, dass es für Sicherheitsorgane utopisch bleiben dürfte dies an der breiten Masse anzuwenden. Außerdem:</p>
<blockquote><p>Die zwei von Schäuble angeheuerten Entwickler werden solche Lücken kaum aufspüren. Und auf dem freien Schwarzmarkt sind diese sogenannten Zerodays recht teuer. Da legt man schnell mal 10.000 Euro für einen Exploit auf den Tisch, der nach dem ersten Einsatz unter Umständen schon verbrannt ist, weil er entdeckt wurde. Ganz abgesehen davon, dass der Einkauf in dieser Szene moralisch ziemlich fragwürdig wäre. (<a href="http://www.heise.de/security/artikel/86415/1">Quelle</a>)</p></blockquote>
</li>
<li><b>Hintertürchen in kommerzieller Software.</b>
<p>Die Regierung könnte auf die Idee kommen mit großen Softwarehäusern - etwa Microsoft - zu kooperieren um Hintertürchen für sich frei zu lassen. Abgesehen davon, dass wohl nur wenige Softwarehäuser dies mit sich machen ließen (man bedenke den möglichen Imageschaden!) ist es heute ohne Probleme möglich komplett mit Systemen zu arbeiten, deren Quellcode offen liegt. Hier blieben Seiteneinstiege für Schnüffler mit Sicherheit nicht lange unentdeckt.</p>
</li>
</ul>
<p>Hinzu kommt eine ganz wichtige Tatsache, welche Schäubles Schnüffler von der breiten Masse an Möchtegern-Hackern unterscheidet:</p>
<p>Die Bekannten Trojaner sind deshalb erfolgreich, da sie massenhaft produziert und wahllos losgelassen werden. Der Bundestrojaner hingegen steht alleine vor einer Vielzahl unzufriedener Experten. Schäuble versucht sein Holzpferd in einer Stadt voller Laokoons unterzubringen! Die genaue Funktionsweise des Schädlings würde wohl nicht lange ein Geheimnis bleiben.</p>
<p>Genau an dieser Stelle fängt es an amüsant zu werden: Der Trojaner stellt keine Bedrohung dar, sondern viel mehr ein Spielzeug:</p>
<h2>Der Bundes-Honeypot</h2>
<p>Ist das Protokol über welches der Trojaner arbeitet durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Engineering">Reverse Engineering</a> ersteinmal hinreichend bekannt (das dürfte kein größeres Problem darstellen, wenn man bedenkt, dass alle wichtigen Informationen ja frei Haus geliefert würden!) wäre es möglich einen PC aufzustellen der vorgibt, infiziert zu sein. Diese Art von Falle nennt man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Honeypot">Honeypot</a> - man könnte in aller Ruhe beobachten wie die Sicherheitsbehörden vorgehen und ob auch tatsächlich immer alle gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden&#8230;</p>
<div style="text-align:center">
<p><img src='http://blog.cojacts.net/wp-content/uploads/2007/04/bundestrojaner_honeypot.png' alt='Der Bundes-Honeypot' /></p>
</div>
<h2>&#8230; nichts für kleine Kinder</h2>
<p>&#8220;Messer, Gabel, Scheere, Licht, &#8230; &#8221; - bei all dem Spaß den mir die Diskussion bereitet, muss ich doch auch eine klare Grenze ziehen:</p>
<blockquote><p>Manche Verfassungsrechtler sagen, die Online-Durchsuchung sei ein Eingriff in den grundrechtlich geschützten Bereich der Wohnung. Ich war mir ganz einig mit den Kollegen in der Koalition, dass wir dafür das Grundgesetz, Artikel 13, ergänzen müssen. (<a href="http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EB142DAB5A0434A03BE135059877CB63C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Schäuble im Interview mit der FAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Lieber Herr Innenminister - damit spielt man nun wirklich nicht!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/25/schauble-verschenkt-spielzeug-der-bundestrojaner/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Oettinger: Billig gebraut</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/14/oettinger-billig-gebraut/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/14/oettinger-billig-gebraut/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2007 21:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft &amp; Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/14/oettinger-billig-gebraut/</guid>
		<description><![CDATA[Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und die Namensverwandte Brauereigruppe haben eine Gemeinsamkeit: Was sie produzieren hat kaum mehr Wert als ein paar Cent.
Schon öfters hat Günther Oettinger durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht:
Mit Bezug auf den Zweiten Weltkrieg und das nachfolgende Wirtschaftswunder meinte der Ministerpräsident: Die Deutschen seien heute in der &#8220;unglaublich schönen Lage&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und die Namensverwandte Brauereigruppe haben eine Gemeinsamkeit: Was sie produzieren hat kaum mehr Wert als ein paar Cent.</p>
<p>Schon öfters hat Günther Oettinger durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht:</p>
<blockquote><p>Mit Bezug auf den Zweiten Weltkrieg und das nachfolgende Wirtschaftswunder meinte der Ministerpräsident: Die Deutschen seien heute in der &#8220;unglaublich schönen Lage&#8221;, nur von Freunden umgeben zu sein. Und dann: &#8220;Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr.&#8221; (Von: <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Neues-Schwabenland-Ein-Oettinger,-Fettnapf/581643.html">stern.de</a>)
</p></blockquote>
<p>Diese Aussage fiel nicht im Rahmen eines hochoffiziellen Anlasses und man kann sich sicher sein, dass der etwas naive Politiker hier keinen dritten Weltkrieg forderte, sondern einfach mal lustig sein wollte.</p>
<p>Nun prasseln erneut die Schlagzeilen auf den CDUler: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?cnt=1115186">&#8220;Es würde nicht schaden, wenn er geht&#8221;</a> titelt <a href="http://www.fr-online.de/">FR-Online</a>. Der Grund ist seine Ansprache  anlässlich des Staatsakts zum Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten Hans Filbinger, in welcher es u.A. heißt:</p>
<blockquote><p>Anders als in einigen Nachrufen zu lesen, gilt es festzuhalten: Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes. Allerdings konnte er sich den Zwängen des Regimes ebenso wenig entziehen wie Millionen Andere. Wenn wir als Nachgeborene über Soldaten von damals urteilen, dann dürfen wir nie vergessen: Die Menschen lebten damals unter einer brutalen und schlimmen Diktatur!</p></blockquote>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Filbinger#Aff.C3.A4re_Filbinger">Affäre Filbinger</a> war und ist - wie fast alle Verfahren über Nazi-Verbrechen - eine schwammige Angelegenheit. In welchem Maße man den promovierten Rechtswissenschaftler für die verhängten Todesurteile verantwortlich machen kann, ist heute wohl nicht mehr entscheidbar.</p>
<p>So lässt sich kaum eine Aussage über die sachliche Korrektheit des Oettinger-Nachrufes machen. Wohl aber lässt der Text auf mangelndes politisches Feingefühl schließen. Es ist wohl allgemein bekannt, dass die Deutschen - besonders die deutschen Medien - sehr empfindlich auf alles reagieren, was im thematischen Kontext des Nationalsozialismus steht. Oettinger ist sicherlich kein Nazi und es ging ihm wohl in erster Linie darum, etwas nettes über einen gerade verstorbenen Menschen zu sagen. <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?cnt=1115186">Er sagt selbst</a>, er habe in keiner Weise die Verbrechen der Nationalsozialisten relativieren wollen. Aber als ein Mensch, der im Zentrum des öffentlichen Interesses steht, hätte er ahnen sollen, dass er einen Viralpunkt der deutschen Mentalität treffen würde.</p>
<p>Es folgt direkt der wesentliche Unterschied zwischen Ministerpräsident und Gebräu: An das Billigbier stellt kein Mensch besondere Qualitätsansprüche - von einem Staatsdiener hingegen erwartet man, dass er weiß, wovon er redet.</p>
<p>Aber alles in allem haben wir wichtigere Probleme als verbale Ausrutscher plappernder Politiker. Messt dem ungeschickten Nachruf nicht mehr Wert bei als die paar Cent, für die er gebraut worden ist und beurteilt den Landesvater Baden-Württembergs lieber anhand seiner politischen Entscheidungen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/14/oettinger-billig-gebraut/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Musik aus dem Radio - MP3s kostenlos und legal. Ein Tutorial für Linux-User.</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/technik/2007/04/08/musik-aus-dem-radio-mp3s-kostenlos-und-legal-ein-tutorial-fur-linux-user/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/technik/2007/04/08/musik-aus-dem-radio-mp3s-kostenlos-und-legal-ein-tutorial-fur-linux-user/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2007 19:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/technik/2007/04/08/musik-aus-dem-radio-mp3s-kostenlos-und-legal-ein-tutorial-fur-linux-user/</guid>
		<description><![CDATA[Inzwischen hat es wohl jeder mitbekommen: Raubkopierer sind Verbrecher und werden (theoretisch) mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bestraft.
Dies war schon vor längerer Zeit Grund genug für einige findige Menschen, ein paar Gesetzeslücken auszuloten:
Schon damals, in den Zeiten des guten alten Kassettenrecorders, war es rechtlich unproblematisch, sich seine Lieblingsstücke aus dem Radio auf eine Kassette [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen hat es wohl <a href="http://www.blariog.net/?p=75" class="previewlink">jeder mitbekommen</a>: <a href="http://serfas.net/blog/?p=7" class="previewlink">Raubkopierer sind Verbrecher</a> und werden (<a href="http://www.augsblog.de/index.php/2007/02/21/raubkopierer-sind-verbrecher-auf-bewaehrung/" class="previewlink">theoretisch</a>) mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=UrSa9646_ro" class="previewlink">bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bestraft</a>.</p>
<p>Dies war schon vor längerer Zeit Grund genug für einige findige Menschen, ein paar Gesetzeslücken auszuloten:</p>
<p>Schon damals, in den Zeiten des guten alten Kassettenrecorders, war es rechtlich unproblematisch, sich seine Lieblingsstücke aus dem Radio auf eine Kassette aufzunehmen. Auch im digitalen Zeitalter besteht diese Möglichkeit: Im Internet findet man eine Vielzahl von Radiosendern, die Tag und Nacht Musik streamen. Diese Musik zu speichern ist laut Gesetz <a href="http://bundesrecht.juris.de/urhg/__53.html" class="previewlink">völlig legal</a>.</p>
<p>Im Vergleich mit dem guten alten Radio, bieten diese Internet-Streams aber einige Vorteile:</p>
<ul>
<li>Es gibt eine riesige Auswahl an Streams. Es wird wohl kaum einen Musikgeschmack geben, zu dem kein passender Internetradio-Sender existiert.</li>
<li>Es werden nicht nur die Audiosignale gesendet, sondern oft auch Meta-Informationen, wie etwa Interpret, Name und Album des Tracks.</li>
<li>Das krampfhafte justieren einer Antenne, um einen rauschfreien Empfang zu gewährleisten entfällt: Je nach Bandbreite kann sich jeder Nutzer für Sender bestimmter Qualität entscheiden. Wer über einen DSL-Anschluss verfügt darf sich über qualitativ äußerst hochwertige Musik freuen.</li>
<li>Die empfangenen Audiosignale sind digital und können somit auch direkt digital verarbeitet werden. So gibt es die Software &#8220;Streamripper&#8221;, die es möglich macht automatisch die einzelnen gestreamten Tracks voneinander zu trennen und als MP3s auf der Festplatte abzuspeichern. Hier ist fast kein Unterschied mehr zu den &#8220;illegalen&#8221; Stücken aus diversen Peer-to-Peer Netzwerken erkennbar.</li>
</ul>
<p>Wenn ihr ein Linux-System auf eurer Maschine am laufen habt, braucht ihr nur folgende Schritte zu befolgen um alle diese Vorteile auszukosten:</p>
<ol>
<li><strong><a href="http://www.nongnu.org/streamtuner/" class="previewlink">Streamtuner</a> &#038; <a href="http://streamripper.sourceforge.net/" class="previewlink">Streamripper</a> installieren</strong>
<p>Zum Beispiel per <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apt-get" class="previewlink">APT</a>:</p>
<p><code>apt-get install streamtuner streamripper</code></p>
<p>Alternativ geht das natürlich auch mit einer anderen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paketmanager" class="previewlink">Paketverwaltung</a> oder manuell vom Sourcecode.</p>
</li>
<li><strong>Player einrichten</strong>
<p>Streamtuner sucht eine große Anzahl an Radiostationen zusammen - da ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. Als Standard wird ein Stream, wenn man auf &#8220;abspielen&#8221; klickt, mit XMMS geöffnet.</p>
<p>Wer gerne seinen eigenen Lieblingsplayer verwenden will, kann das per Bearbeiten->Einstellungen->Anwendungen unter dem Eintrag &#8220;Einen Stream anhören&#8221; ändern.</p>
<p>%q ist ein Platzhalter für die URL der ausgewählten Radiostation.<br />
Der Aufruf für XMMS sieht also so aus:</p>
<p><code>xmms %q</code></p>
<p>So weit so einfach&#8230;</p>
</li>
<li><strong>Ripper einrichten</strong>
<p>Die Einstellungen für den Streamripper sind noch suboptimal, also nehmen wir uns erneut die Optionen unter Bearbeiten->Einstellungen->Anwendungen vor und ändern den Eintrag &#8220;Einen Stream aufnehmen&#8221; nach folgendem Muster:</p>
<p><code>x-terminal-emulator -e "streamripper %q -d /home/user/streamed -D %A/streamed/%A-%T -o always -r"</code></p>
<p>Sieht schlimmer aus als es ist: Beim Klick auf aufnehmen wird ein Terminalfenster von X geöffnet, in welchem das Konsole-Programm &#8220;Streamripper&#8221; ausgeführt wird. Dieses wird mit einem Satz an Parametern gestartet:</p>
<p><code>%q -d /home/user/streamed -D %A/streamed/%A-%T -o always -r</code></p>
<p>Den ersten Parameter kennen wir ja schon: %q ist die URL des Ausgewählten Streams. Mit -d wird der Ordner festgelegt in welchem die gerippten Dateien gespeichert werden sollen - ändert bitte &#8220;/home/user/streamed&#8221; in einen Ordner eurer Wahl um.</p>
<p>Hinter der Option -D lässt sich eine Struktur angeben, in der die gerippten Dateien gespeichert werden sollen. Dabei gibt es folgende Einstellungsmöglichkeiten:</p>
<p><code> %S        Stream<br />
           %A        Künstler<br />
           %T        Titel<br />
           %a        Album<br />
           %D        Datum und Zeit<br />
           %q        Sequenz Nummer (automatisch)<br />
           %Nq       Sequence  (Angefangen von Nr. N)</code></p>
<p>Bei mir würde das Lied &#8220;Bad Religion - Sinister Rouge&#8221; vom Album &#8220;The Empire strikes first&#8221; nun also so gespeichert werden:</p>
<p><code>/home/user/streamed/Bad Religion/streamed/Bad Religion-Sinister Rouge.mp3</code></p>
<p>Kommen wir zum Parameter -o welcher angibt, ob bereits existente Dateien überschrieben werden sollen. Da ich das gleiche Lied nicht zwei mal haben möchte, habe ich hier &#8220;always&#8221; angegeben.</p>
<p>Eine kleine Besonderheit stellt noch das -r Parameter dar: Wenn ich den Stream den ich rippe gleichzeitig noch hören will, könnte ich ihn natürlich zwei mal laden: einmal vom Streamripper und einmal von XMMS (oder einem anderen Player). Da aber nicht jeder Bandbreite wie Heu hat, stellt Streamripper einem die Option zur Verfügung einen lokalen Server aus dem Stream zu erstellen.</p>
<p>Klingt schwierig, ist aber einfach: Es genügt, den -r Parameter zu setzen und in XMMS dann genüsslich folgendem Stream zu lauschen:</p>
<p><code><br />
http://localhost:8000<br />
</code></p>
<p>Nett oder?</p>
</li>
<li><strong>&#8220;Ausschneiden&#8221; der Stücke nachkorrigieren</strong>
<p>Streamripper hat einen recht intelligenten Algorithmus um die Anfänge und Enden der Stücke zu finden. In einigen Fällen macht es aber Sinn etwas nachzukorrigieren. Je nach Art des Fehlers können folgende Parameter an den Streamripper-Aufruf gehängt werden:</p>
<p>Wenn jedes Lied X Sekunden vom vorhergehenden am Anfang hat:</p>
<p><code>--xs_offset=X</code></p>
<p>Wenn jedes Lied X Sekunden vom Nachfolgenden am Ende hat:</p>
<p><code>--xs_offset=-X</code></p>
<p>(Man beachte das Minus)</p>
<p>Wenn die Lieder unsauber ausgeschnitten werden und ich gerne einen &#8220;Randbereich&#8221; hätte (X Sekunden vor dem Lied und Y Sekunden nach dem Lied) um nachher selbst am Lied herum zu schnippeln:</p>
<p><code>--xs_padding=X:Y</code></p>
<p>Noch mehr Informationen über die Benutzung des Streamrippers gibt es <a href="http://web-2-null.de/2007/02/02/stream-ripping/">hier</a>.</p>
</li>
</ol>
<p>Wer des Englischen mächtig ist, findet auf <a href="http://www.djlosch.com/article_How-to:_StreamRipper_and_StreamTuner_to_Download_Free_Mp3s_Legally_(for_now)" class="previewlink">djlosch.com</a> eine ähnliche Anleitung.Ich wünsche euch viel Spaß mit eurer neuen Musiksammlung.</p>
<p>PS: Das Ganze unter Windows einzurichten ist ähnlich einfach. Wenn Interesse besteht sagt Bescheid - dann schreibe ich dazu bei Gelegenheit auch noch einen kurzen Text. <img src='http://blog.cojacts.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/technik/2007/04/08/musik-aus-dem-radio-mp3s-kostenlos-und-legal-ein-tutorial-fur-linux-user/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Lieber Herr Rüttgers,&#8230; Zum Thema &#8220;Jugendgewalt&#8221;</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/01/lieber-herr-ruttgers-zum-thema-jugendgewalt/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/01/lieber-herr-ruttgers-zum-thema-jugendgewalt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Apr 2007 18:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft &amp; Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/01/lieber-herr-ruttgers-zum-thema-jugendgewalt/</guid>
		<description><![CDATA[Wie dank der allgemeinen Berichterstattung sicherlich schon hinlänglich bekannt, hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgern Rüttgers ein neues Medium für die Kommunikation mit seiner Wählerschaft erschlossen: Per E-Mail nahm er kürzlich Fragen entgegen, welche er dann in einem Video-Podcast beantwortete.
Hierbei setzte er sich unter Anderem mit dem Thema &#8220;Jugendgewalt&#8221; auseinander:




Lieber Herr Rüttgers, ihre Bemühungen über neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie dank der <a class="previewlink" href="http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EFBD32EBA1DB94D21A7772C665DCC6432~ATpl~Ecommon~Scontent.html">allgemeinen Berichterstattung</a> sicherlich schon hinlänglich bekannt, hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgern Rüttgers ein neues Medium für die Kommunikation mit seiner Wählerschaft erschlossen: Per E-Mail nahm er kürzlich Fragen entgegen, welche er dann in einem Video-<a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Podcasting">Podcast</a> <a class="previewlink" href="http://www.cdu-nordrhein-westfalen.de/video/070330.html">beantwortete</a>.</p>
<p>Hierbei setzte er sich unter Anderem mit dem Thema &#8220;Jugendgewalt&#8221; auseinander:</p>
<div class="video">
<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/8r2sdAQQVWw" width="425" height="350">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8r2sdAQQVWw" /></object>
</div>
<p>Lieber Herr Rüttgers, ihre Bemühungen über neue Medien eine neue Zielgruppe zu erschließen kann ich nur gutheißen - aber Inhaltlich liegt das was sie dort von sich geben irgendwo zwischen &#8220;Schwachsinn&#8221;, &#8220;am Thema vorbei&#8221; und &#8220;realitätsfremd&#8221;.</p>
<h2>Was bitte ist für Sie &#8220;Jugendgewalt&#8221;?</h2>
<blockquote><p>ZELL am SEE (SN-chr). Drei Tage verbrachte Überfallopfer Christian Rieser aus Maishofen im Zeller Krankenhaus. Er hat erhebliche Verletzungen im Gesicht, vor allem sein Auge ist betroffen. Der Bäcker wurde Mittwochnacht am Zeller Bahnhof überfallen, alle drei Täter waren 16-jährige Jugendliche. (<a class="previewlink" href="http://www.salzburg.com/sn/07/03/31/artikel/3214834.html">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Solche Schlagzeilen sind nur die Spitze des Eisberges dem wir alltäglich gegenüberstehen.</p>
<p>Offiziell spricht man dann von Jugendgewalt, wenn bei Vandalismus, Diskriminierung, Erpressung, Amokläufen, &#8230; Jugendliche als Täter auftreten. Unsere tägliche Erfahrung lehrt uns, diese vielen Ausprägungen zu ordnen und zu gewichten. So erscheinen uns etwa insbesondere die Statistiken sehr erschreckend, aus denen hervor geht, dass gerade die Delikte Drohung, Nötigung und Körperverletzung in ihrem Auftreten eine steigende Tendenz haben.</p>
<p>Der in Form von &#8220;<a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Graffiti">Graffitis</a>&#8221; ausgelebte Vandalismus auf welchen Sie besonders abheben ist für Betroffene sicherlich ein Ärgernis, aber keineswegs ein Schlagwort, welches man allgemein als ein wichtiges innenpolitisches Problem deklarieren würde - besonders nicht (wie Sie sagten) als ein Problem der inneren Sicherheit!</p>
<p>Klingt auch logisch: Erstens sind es sowieso die optisch eher weniger ansprechenden Gegenden, in denen Jugendliche ihr Revier markieren; Zweitens lässt sich eine besprühte Wand wieder mit einigem Aufwand reinigen, ein Menschenleben aber nicht so einfach wieder herstellen; Drittens gibt es eine ganze Reihe von Bürgern, die Graffitis etwas anders warnehmen als sie es anscheinend tun:</p>
<h2>Graffitis sind Kunst!</h2>
<p>Jeder der etwas anderes behauptet möge doch bitte zunächst die Werke des Künstlers &#8220;<a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Banksy">Banksy</a>&#8221; auf sich wirken lassen. Eine Bilderauswahl gibt es auf seiner <a class="previewlink" href="http://www.banksy.co.uk/menu.html">Homepage</a>, einen <a class="previewlink" href="http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/19/19806/1.html&#038;words=Banksy">Artikel bei Telepolis</a> und ein Video gibt es hier:</p>
<div class="video">
<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/HokEaN1a10E" width="425" height="350">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/HokEaN1a10E" /></object>
</div>
<p>Wikipedia liefert eine meiner Meinung nach gute Ausführung in dieser Frage:</p>
<blockquote><p>Nicht nur die Werke bekannter Graffiti-Künstler wie Keith Haring oder Jean-Michel Basquiat, sondern jedes einzelne Graffiti stellt zunächst ein Kunstwerk dar, das in der Tradition der abstrakten Malerei, der Kalligraphie und der Comic, speziell Manga-Ästhetik steht - der rechtliche Aspekt spielt hierbei keine Rolle.</p>
<p>Allerdings ist nicht jedes Graffiti als ein gelungenes Kunstwerk zu betrachten. Graffiti ist ein Genre wie andere auch, und so gibt es auch hier wenige Meister ihres Fachs und viele Lernende, Unbegabte oder Nachahmer. (<a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Graffiti">Quelle</a>)</p>
</blockquote>
<div class="g2image_float_right">
<div class="one-image">
<table class="ImageFrame_shadow" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tr>
<td class="LLT"></td>
<td rowspan="2" colspan="2" class="IMG"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Berlinermauer.jpg" ><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5d/Berlinermauer.jpg/180px-Berlinermauer.jpg" width="180" height="135" id="IFid19" class="ImageFrame_image" alt="Berliner Mauer" longdesc="Auf der Mauer in Berlin haben Graffiti-Künstler ihre Spuren hinterlassen"/></a></td>
<td class="RRT"> </td>
</tr>
<tr>
<td class="LL" style="height:125px">
<div class="V">&nbsp;</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td class="BL"></td>
<td class="BBL"></td>
<td class="BB" style="width:170px">
<div class="H"></div>
</td>
<td class="BR"></td>
</tr>
</table>
</div>
</div>
<p>Natürlich kann niemand bestreiten, dass das Besprayen öffentlicher Einrichtungen gegen geltendes Recht verstößt, jedoch ändert sich der Blickwinkel erheblich, wenn man - im Gegensatz zu ihnen - einmal versucht sich in die Jugendliche um die es hier geht hinein zu versetzen und ihre Hintergründe zu verstehen.</p>
<p>Gewaltbereitschaft Jugendlicher fährt schließlich nicht einfach wie der Zorn des Himmels auf die Menschheit herab, sondern ist die Folge gesellschaftlicher Entwicklungen. Gewaltbereitschaft resultiert meist aus</p>
<ul>
<li> dem familialen Kontext</li>
<li> der schulische Sozialisation</li>
<li> dem Einfluß von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peer_Group">Peer-Groups</a>&#8220;</li>
<li> den psychische Dispositionen</li>
<li> den situative Einflüssen</li>
<li> den gesellschaftliche, politische Rahmenbedingungen</li>
<li> Desintegration/Integration</li>
</ul>
<p>(<a class="previewlink" href="http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/1998/0001/top.html">Quelle</a>)</p>
<p>Es geht also in der Regel um die Verarbeitung schwieriger gesellschaftlicher Rahmenbedingungen bzw. die Anpassung an die eigene (feindliche?) Umwelt.</p>
<p>Herr Rüttgers, würden Sie mir nicht zustimmen, dass gerade diejenigen die es schaffen, ihre schwierige Situation durch künstlerischen Aktionismus, welcher geprägt ist von Kreativität und einer Art sportlichen Herausforderung, zu verarbeiten und gleichzeitig auf diese Weise politische Zeichen setzen um auf sich Hinzuweisen, diejenigen sind, die besonders positiv erwähnt werden müssten?</p>
<h2>&#8220;&#8230; härter durchgreifen!&#8221;</h2>
<p>Am meisten amüsiert habe ich mich über ihre &#8220;Lösungsstrategie&#8221;.</p>
<p>Nennen wir es &#8220;Feuer mit Feuer bekämpfen&#8221;, oder einfach &#8220;Eskalation&#8221; - immer dann wenn es darum geht &#8220;hart durchzugreifen&#8221; und &#8220;dafür zu sorgen, dass die Spielregeln eingehalten werden&#8221;, kann man mit guter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sich da ein Politiker auf dem Holzweg befindet.</p>
<p>Statt die Rattenplage zu bekämpfen, versucht man die Löcher zu stopfen die diese fressen; statt zu versuchen mal die oben erwähnten <a class="previewlink" href="http://www.bpb.de/publikationen/41XNIY,0,0,Jugendgewalt_und_Gesellschaft.html">Wurzeln des Problems</a> <a class="previewlink" href="http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,C78379AC713B77B1E030DB95FBC320DE,,,,,,,,,,,,,,,.html">aus der Welt zu schaffen</a>, verläuft man sich in <a class="previewlink" href="http://www.cdu-nrw.de/index.php?id=113&#038;no_cache=1&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3535&#038;tx_ttnews%5BbackPid%5D=9">weitgehend sinnlosen Debatten</a> über &#8220;härteres durchgreifen&#8221;.<br />
Aber ich freue mich, dass Sie auf dem CDU-Landesparteitag einen Gesetzentwurf diskutieren, in dem unter anderem diskutiert wird, dass man auch mal mehr diskutieren sollte. <img src='http://blog.cojacts.net/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Um nicht als ewig kritisierender Nörgler stehen zu bleiben hier mal etwas Konstruktives: Die schwierigen famillialen Bedingungen mit denen viele Jugendliche zurrecht kommen müssen, rühren oft daher, dass Eltern mit der Erziehungsarbeit überfordert sind. Ihre Parteigenossin <a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">Ursula von der Leyen</a> hat hier einige <a class="previewlink" href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2007/03/2007-03-07-kinderbetreuung-leyen-ausbau.html">sinnvolle Vorschläge</a> gemacht, wie man für eine Entlastung sorgen könnte. Aber solche intelligente Politik steht ja in Deutschland <a class="previewlink" href="http://www.bistum-augsburg.de/ba/dcms/sites/bistum/dioezese/mixa/aktuell.html?f_action=show&#038;f_newsitem_id=7363">eher in der Schussline</a> - schade eigentlich.</p>
<p>Bis zum nächsten Podcast verbleibe ich<br />
mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Daniel Mescheder</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/04/01/lieber-herr-ruttgers-zum-thema-jugendgewalt/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>&#8230; voll der Kommerz, ey!</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/03/30/voll-der-kommerz-ey/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/03/30/voll-der-kommerz-ey/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 11:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft &amp; Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/03/30/voll-der-kommerz-ey/</guid>
		<description><![CDATA[Der Mittwochmorgen ist bei mir traditionell ein Wochentiefpunkt. Meine persönliche Strategie gegen die motivationshemmende Energiemangel:

Maximierung des Kaffee-Konsums
Steigerung der Oxygeniumkonzentration im Blut durch Beanspruchung der Fahrradpedale statt diverser motorisierter Vehikel.
Bekämpfung der temporären Unlust durch rockige Musik auf den Ohren.

Nun erreiche ich also in einem durch Koffein, Sauerstoff und Adrenalin ausgelösten rauschähnlichen Zustand den Zielort, stelle mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mittwochmorgen ist bei mir traditionell ein Wochentiefpunkt. Meine persönliche Strategie gegen die motivationshemmende Energiemangel:</p>
<ul class="arrow">
<li>Maximierung des Kaffee-Konsums</li>
<li>Steigerung der Oxygeniumkonzentration im Blut durch Beanspruchung der Fahrradpedale statt diverser motorisierter Vehikel.</li>
<li>Bekämpfung der temporären Unlust durch rockige Musik auf den Ohren.</li>
</ul>
<p>Nun erreiche ich also in einem durch Koffein, Sauerstoff und Adrenalin ausgelösten rauschähnlichen Zustand den Zielort, stelle mein Fahrrad ab und entferne mich dann vom Fahrradständer - mit dem Kopf zur Musik nickend. Unterwegs kommt mir der lokale Quotenpunk entgegen:</p>
<p>
&#8220;Ey, wat hörste?&#8221;<br />
&#8220;<em>Ska-P</em> läuft grad, &#8230; voll geil!&#8221;<br />
&#8220;<em>Ska-P</em>? Die sind doch mal übelst Kommerz geworden!&#8221;.</p>
<p>Ratlos blicke ich ihm nach bis seine Converse-Schuhe und sein Nietengürtel hinter einer Ecke verschwunden sind.</p>
<p>&#8220;&#8230; voll der Kommerz, ey!&#8221; - was genau will einem ein Mensch damit sagen? Nüchtern betrachtet ließe sich &#8216;Kommerz&#8217; wohl am besten definieren als &#8220;Aufgabe der eigenen Individualität zugunsten eines hohen Markterfolges&#8221;. Also der Frevel, sich als linker dem kapitalistischen System zu beugen.</p>
<div class="g2image_float_right">
<p><img src='http://blog.cojacts.net/wp-content/uploads/2007/03/punk.png' alt='Der Quotenpunk' /></p>
</div>
<p>Aber mal ehrlich: Ich glaub nicht dass es sich bei dieser verurteilenden Phrase um ein Bekenntnis zum antikapitalismus handelt. Viel mehr will der Sender der Botschaft eins: dicke Eier demonstrieren.</p>
<p>Markant ist der oft auf &#8220;&#8230; die sind voll Kommerz geworden!&#8221; folgende Satz: &#8220;Die alten Tracks, die waren noch geil!&#8221;. Hier liegt die eigentliche Intention verborgen: Durch die Aussage, er habe die soeben kritisierte Band schon vor ihrem komerziellen Erfolg gut gekannt, grenzt sich der Sprecher vom allgemeinen Pöbel ab und demonstriert seine Überlegenheit. Letztlich hat dieser Satz also den selben Hintergrund wie das &#8220;Früher hätte es soetwas nicht gegeben!&#8221;, was ihr vielleicht von euren Großeltern kennt: Eine reine Zurschaustellung der eigenen superioren Stellung.</p>
<p>Gut gelaunt setze ich meinen Weg fort. Mir wurde zwar gerade ein chiffriertes &#8220;Ich bin etwas besseres als du!&#8221; an den Kopf geworfen, aber was solls: Dafür habe ich einmal wieder erfolgreich mein Wochentief bekämpft. Auch ohne die alten Zeiten zu kennen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/gesellschaft-politik/2007/03/30/voll-der-kommerz-ey/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Soziale Striptease im Netz</title>
		<link>http://blog.cojacts.net/technik/2007/03/28/soziale-streptease-im-netz/</link>
		<comments>http://blog.cojacts.net/technik/2007/03/28/soziale-streptease-im-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 13:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mescheder</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cojacts.net/netzleben/2007/03/28/soziale-streptease-im-netz/</guid>
		<description><![CDATA[In dem ganzen großen Wirbel um den Web2.0-Hype spielen so genannte &#8220;Soziale-Netzwerke&#8221; eine große Rolle. Die Idee: man legt ein Profil im Web an über welches man beispielsweise die Möglichkeit hat mit Freunden in Kontakt zu bleiben.
Ein Problem der heutigen Entwicklung in diesem Bereich, ist jedoch das riesige Überangebot an Anlaufstellen: Wer alle seine Bekanntschaften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem ganzen großen Wirbel um den Web2.0-Hype spielen so genannte &#8220;Soziale-Netzwerke&#8221; eine große Rolle. Die Idee: man legt ein Profil im Web an über welches man beispielsweise die Möglichkeit hat mit Freunden in Kontakt zu bleiben.</p>
<p>Ein Problem der heutigen Entwicklung in diesem Bereich, ist jedoch das riesige Überangebot an Anlaufstellen: Wer alle seine Bekanntschaften auch im Internet weiter pflegen will (ob das Sinn macht sei dahin gestellt) muss sich schon die Zeit nehmen, sich bei <a href="http://www.myspace.com/">mySpace</a> anzumelden, sich beim <a href="http://www.studivz.net/">StudiVZ</a> anzumelden, sich beim <a href="http://www.schuelervz.net/">SchülerVZ</a> anzumelden, sich bei <a href="http://www.friendster.com/">Friendster</a> anzumelden, sich bei <a href="http://www.facebook.com/">Facebook</a> anzumelden, sich bei <a href="http://www.xing.com/">XING</a> anzumelden, &#8230; (Die Liste ist noch lange lange nicht komplett)</p>
<p>Die Folge: Ein völliger Orientierungsverlust, was man wo von sich Preis gegeben hat und ein großer Aufwand, die Entwicklungen in allen diesen Netzwerken im Auge zu behalten.</p>
<p><a href="http://www.basicthinking.de/">Robert Basic</a> stellt in seinem Blog einen <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/03/28/social-networks-2/">alternativen Ansatz</a> vor: </p>
<blockquote><p>Man kombiniere den Gedanken des dezentralen Blogwesens, seiner brutalen Simplizität und seiner vernetzten Struktur mit dem Gedanken der bis dato allesamt zentral aufgebauten Social Networks wie MySpace und Konsorten.</p></blockquote>
<p>Der Gedanke ist super! Statt sich durch viele zentralisierte Netzwerke zu klicken bräuchte man seine Daten und Kontakte nur noch an einer Stelle zu pflegen. Viele der Faszinationen aus den bekannten Netzwerken - wie etwa Gruppenbildung, Freundeslisten, &#8230; - ließen sich auch durchaus rekonstruieren, das Hauptproblem bestünde jedoch darin, ein ähnlich einfaches Niveau zu erreichen. Nicht jeder hat Zeit und Muße sich einen Webspace zu mieten und ein Blogsystem zu installieren.</p>
<p>Was man bräuchte, wären weitere Standards, an die sich auch Bloganbieter wie <a href="http://wordpress.com/">Wordpress.com</a>, <a href="http://www.blogger.com/start">Blogger.com</a> oder <a href="http://www.blog.de/">Blog.de</a> halten, um ein einheitliches Bild und einen hohen Grad an Kompatibilität zwischen diesen schnell einzurichtenden und kostenlosen Blogs zu gewährleisten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cojacts.net/technik/2007/03/28/soziale-streptease-im-netz/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
