


Fast genau 3 Monate ist es her, dass mich die Mail erreichte, die mit den Worten begann
Hallo meine Lieben,
heute muss ich mich leider mit einer traurigen Nachricht an Euch wenden. […]
Der unmittelbare Schock der mit der Nachricht von Renés Tod kam ist nun für mich schon länger verflogen - in meinem Denken diesbezüglich hat die Emotionalität wieder hinreichend Platz für rationale Gedanken gemacht. Aus diesem Grund hielt ich es für sinnvoll aus diesem neuen Licht noch einmal das in den Kopf zu lassen und zu verarbeiten, was man aus natürlichem Selbstschutz in sich verschlossen hatte.
Ich denke, dass jeder, der mit mir in Roßleben war die gleichen positiven Bilder mit René verbindet.
René, wie er begeistert beim Unihockey¹ durch die Halle jagt;
René, wie er in laut aufgedrehter Ska-Musik aufgeht;
René, wie er mit Wasserbomben um sich wirft;
René, wie er nach dem Paddeln glücklich lacht, obwohl er völlig durchnässt ist.
Sicherlich stimmt ihr mir darin überein, dass wir uns in erster Linie darüber freuen sollten einen Menschen wie René kennengelernt zu haben!
Das stärkste Gefühl, welches mich nach Erhalt der Nachricht überfiel war Frust. Frust, dass jemandem der mitten im Leben stand, jemandem der noch viel vor hatte und der noch eine Wirkung erzielen wollte auf einmal innerhalb kürzester Zeit von ein paar feigen Arschlöchern die Zukunft genommen wurde.
Heute frage ich mich vor allem, was man tun kann, Renés Tod zu etwas besserem als einen sinnlosen abrupten Ende zu machen. Hier muss wohl jeder zu seiner eigenen Antwort kommen…
… das Ergebnis auf das ich gestoßen bin lautet aber wie folgt: Versuche auf jeden Fall deine Wirkung zu erzielen. Vielleicht die Welt ein Stück besser machen. Vielleicht auch nur im Kleinen deine Spuren hinterlassen. Sei dir dabei darüber bewusst, dass das Leben endlich ist. René hat man nicht viele Chancen gegeben dies zu tun - also sollten wir erst recht die Möglichkeiten erkennen, die wir haben und sie dankbar ergreifen.
1) Siehe auch: http://www.unihockey-portal.de/news/463/
Der Beitrag wurde am Sonntag, den 4. Februar 2007 um 21:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter Alltag abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.kanntest du den jungen?
Ein schöner Nachruf, Daniel. Und wichtig. Wir sollten René auf gar keinen Fall vergessen.
@anri: wer auch immer du bist, vielleicht solltest du erst denken und dann schreiben.
Was verleitet Menschen dazu so eine scheisse zu machen, vorallem so etwas unnützes wie und feiges wie nen brandanschlag. wenn ich sowas höre, dass leute nur wegen irgendwelchen assozialen, die einfach mal bock drauf haben, irgendwas anzuzünden.
Wie kann man nur???? Was hat diese Arschlöcher geritten ein Feuer zu legen??? Oh man…… wenn ich drüber nachdenke kriege ich einfach nur wut.
Wissen diese Menschen überhaupt was sie da anrichten????
So hart es auch klingt, diese Menschen haben es nicht verdient weiterzuleben. wer so etwas dummes macht ist irre, eine gefahr für die menschheit.
Ich kann mich in solche idioten nicht hineindenken…. ich kann sie kein bisschen verstehen…. es ist unmöglich sich in ihre ansichten zu versetzen, denn so dumm denkz kein normaler Mensch.
Lieber Daniel,
Ich bin über Juwes Blog hier her gekommen und habe gleich den neuesten Eintrag gelesen. Am Mo., dem 5.2. war Rene schon drei Monate tot…so lange, obwohl es mir vorkommt, als ob ich gestern in Rossleben war…Und den Text der E-Mail habe ich auch noch genau im Kopf…
Ich habe mich sehr gefreut, als ich den Text von dir gelesen und die Fotos gesehen habe, denn ich denke oft an ihn. Für mich war es damals ein grosser Schock und genauso wie du, habe ich versucht einen Sinn zu finden. Ob es den gibt, ist fraglich. Ob wir dem einen Sinn geben und uns Gedanken darüber machen sollten, aber nicht. Vor drei Wochen ist ein Bekannter (erst 21) von mir gestorben und es kamen so viele Gefühle von damals wieder hoch. Die Ohnmacht, das Nicht-Begreifen, der Schock, die Wut, die Traurigkeit…
Mir hat es gut getan, zu merken, dass auch ihr anderen ihn nicht vergessen habt. Danke dafür, Daniel!!
Ich habe gerade meine letzte Abiptüfung geschrieben…
Ich hoffe, wir sehen uns mal auf einem Nachtreffen.
Sandra
Hey,
Anri: Ja, ich denke das geht auch aus dem Text hervor…
Juwe: Durchaus richtig. Ich versuche zzT eine Zivi-Stelle zu bekommen bei der ich mit Kindern mit Behinderungen zusammen arbeiten kann. Ich muss dabei immer an René denken, weil genau das hatte er mir gesagt hätte er machen wollen, wenn er nicht ausgemustert worden wäre…
Thomas: Mein Verstand sagt mir, dass es besser wäre diesen Assozialen eine Einsicht zu wünschen als den Tod o.Ä.
Mir fällt das aber auch nicht leicht.
Sandra: schön dass du hier hin gefunden hast ![]()
Wegen deinem Bekannten das tut mir leid! Der Tod so junger Menschen ist immer besonders Hart und Sinnlos…
Ich denke schon das wir uns mal wieder sehen, Gelegenheiten werden sich sicherlich noch die eine oder andere ergeben
Danke für alle Kommentare!
Liebe Grüße
Daniel